Ich bin glücklich.. der Rest wird schon?

In meinem Leben geht schon wieder oder vielmehr immer noch alles drunter und drüber.. ich habe absolut keine Ahnung wo sich gerade mein Kopf befindet.

Einerseits bin ich fertig.
Die eine Stimme ist wieder unüberhörbar geworden und reden mir ein wie scheiße ich doch bin und dass es das beste wäre mich doch einfach umzubringen.
Das hat sie früher auch schon getan, im Prinzip ist es nervig, ja.. aber ich habs damals geschafft.
Doch mittlerweile gibt es einen zweiten Weg über den sie mich trifft, als wäre es das erste Mal, indem sie ihre Gedanken unter meine eigenen mischt.
Während die andere Stimme immer lauter wird. Sie schreit nach Ruhe und fleht mich an einfach aufzugeben. Mich hinzulegen und nie wieder aufzustehen.

Beide wollen das Selbe; dass ich aufgebe.


Andererseits werde ich geliebt.
Meine beste Freundin schreibt mir immer wieder im genau richtigen Moment, dass ich nicht aufgeben soll.
Mein bester Freund erinnert mich daran, was ich bereits alles geschafft habe und wie stark ich bin.
Mein Freund hält mich einfach nur fest, wenn ich drohe zu versinken.


Wie kann ich einerseits kurz vorm aufgeben und untergehen sein und andererseits so glücklich, dass ich vor Glück weine?

29.11.15 15:02, kommentieren

Werbung


Die Zeit rennt

... nur wohin bloß?

Ich habe das Gefühl keine Zeit zu haben.. dauernd hetze ich von einem Ort zum andern und weiß nicht einmal wohin oder wofür und selbst, wenn ich nichts vorhabe einfach nur da sitze, glaube ich ich weiß nicht, keine Zeit zu haben.. sas ergibt doch überhaupt keinen Sinn..

Mein Freund ich finden derzeit, keinen Raum für uns und sehen uns kaum.. vielleicht liegt es daran. Wobei ich das Gefühl hab, dass ich mir deswegen total den Stress mache und er nicht.. Das freut mich, weil er's grad echt nicht leicht hat und die Ruhe braucht und obwohl ich das weiß, verletzt es mich, dass ich bereit bin mich deshalb kaputt zu machen.

Ich bin wütend, weil ich traurig und verltetzt bin.. wütend, weil ich weiß, dass er richtig handelt..

Bin fertig und dennoch schaffe ich es irgendwie, bestimmt. Ich habs immer geschafft.

9.11.15 18:35, kommentieren

Vergangenheit bedeutet Zukunft?

Ich glaubte zu stehen.. glaubte losgelaufen zu sein, doch in Wahrheit, stand ich noch an der selben Stelle und spuckte nur große Töne über's Laufen..

Ich stand und zerfloss im Selbstmitleid im festen Glauben zu kämpfen..
.. statt mich mit meiner Vergangenheit außeinanderzusetzen, blickte ich aus der Gegenwart auf sie zurück und versank darin, ging unter und war dabei zu ertrinken, bis mein Ex meine Kopf über Wasser riss und schrie: "Schwimm!"

Meine Vergangenheit war nicht leicht. Aber wer von euch blickt nicht auf Ereignisse zurück und denkt genau das Selbe?
Meine Vergangenheit bereitet mir Probleme in der Gegenwart. Aber was nutzt es mir in den Problemen zu baden?
Meine Vergangenheit beschränkt meine Aussicht auf die Zukunft. Aber sie ist noch nicht geschrieben..  sie ist veränderbar, wenn ich mich mit meiner Vergangenheit endlich außeinandersetze, sie verarbeite und begreife, dass ich dem Protagonisten in der Geschichte nicht bloß folge und ihm zusehe, sondern selbst der Protagonist bin und diese Geschichte mein Leben ist?
Real ist?

Ich glaube nicht, dass es einfach wird. Ich habe immer noch Angst.. Höllische Angst..

Wenn ich der Protagonist bin, verändert sich so vieles.. dann ist all das mir geschehen, bisher konnte ich doch nur darüber reden, weil nicht mir das passiert ist, sondern dem Protagonisten..

Ich.. hab Angst weiterzuschreiben.. ich will es nicht begreifen..
... dass es MEINE Bezugsperson war die, die sich immer statt meiner Mutter um mich kümmerte, die starb..
... dass ICH von meiner Mutter geschlagen wurde.. nicht dass ICH von meinem Vater verlassen wurde.
... dass ICH den Kontakt zu meinem Onkel verloren habe..
... dass ICH diejenige war, die von ihrem Stiefvater belästigt wurde.. von ihrer Mutter verstoßen wurde dafür, dass er mich statt ihr begehrte..
... dass ich vergewaltigt wurde..
... dass ICH meinen Körper so zerstört habe, wie er heute ist..

Japp, dass wird ne Arbeit und die Gradwanderung zwischen Emotionen zulassen und dadurch zu verarbeiten und sich im Selbstmitleid zu suhlen, wird mir bestimmt öfters nicht gelingen, aber ich will glücklich sein, auch wenn es nur einen Moment geben wird, in diesem will ich wirklich empfinden können!

Ich bin zurück!

5.11.15 20:24, kommentieren

Gefühle sind für'n Arsch

...nicht mehr und nicht weniger.

Da liebt man und kann es nicht ausdrücken und irgendwann ergibt sich die Situation in der man es wenigstens zeigen kann, wobei ich dass sowieso viel wichtiger finde, und dann bähm: kriegt man einen mentalen Faustschlag in die Fresse.. ist erst verletzt, dann traurig, dann wütend und dann einfach nur noch so kalt, dass es selbst im Chat hinter Emoticons auffällt..

Bis der Ex- Freund drei Stunden mit einem schreibt um einem psychisch auf die Beine zu helfen..

Jetzt sitze ich hier und weiß, dass dieser Beitrag ebenfalls für'n Arsch ist und hab nen Gehörsturz..

Das nenne ich leben...

1 Kommentar 3.11.15 22:20, kommentieren

Weinend

Seit Jahren nicht vermisst, nicht empfunden.

Als ich das meiner Therapeutin erzählte, war sie nicht überrascht und das schockierte mich... früher einmal riet sie mir, die Kinder in mir, die einmal verletzt worden waren, die dringend Hilfe benötigten, die gehört werden wollten, zu Wort kommen zu lassen, ihnen zu helfen, ihre Wunden zu versorgen.
All das habe ich getan und doch das wichtigste daran vergessen.

Ich habe sie nicht verstanden. Habe sie sogar irgendwo verabscheut. Gehasst.
Dafür, dass sie weinten, dass sie schwach waren.. das sie fühlten.
Denn wer fühlt kann verletzte werden. Wer verletztlich ist, ist schwach.
Ich wollte nie wieder schwach sein. Nie wieder verletzt werden.

Ich weiß immer noch nicht, ob ich mit dieser Einstellung falsch liege, allerdings weiß erahne ich, was ich durch sie verpasse.
Ein Jeder von uns hat ein Lieblingsbuch.. gespannt öffnet er den Deckel und erlebt mit seinem Protagonisten eine Reise durch sein Leben.. Man besteigt den höchsten Berg, fliegt in die entferntesten Länder und lernt Menschen kennen, die genauso wunderbar, wie schrecklich sein können..
.. der einzige Haken daran ist jedoch, dass man nie auf diesem Berg, nie in den entferntesten Ländern war und niemanden dieser Menschen wirklich gesehen hat.
Das selbe Gefühl habe ich in meinem Leben. Als würde ich der Protagonisten folgen, ohne etwas in diesem Buch bewirken zu können..
Viel zu nah und doch zu weit entfernt..

Ich öffnete den mit Fotos beschrifteten Ordner auf dem Bildschirm.. in der Realität, wäre er verstaubt gewesen.. und klickte umher.
Bilder von aufgeschlitzten Armen und Beinen, die meine eigenen waren. Im Hintergrund die Bluttropfen auf dem Boden. Alter Vorbilder spindeldürr, mehr Knochen, als Fleisch und Blut.. aber all das ließ mich kalt.
Dann erschien ihr Lächeln.
Ihre wunderschönen Augen.
Ich konnte meinen Blick nicht abwenden und spürte, die Tränen. Ich schluchzte nicht, verzog keine Miene. Sie flossen einfach heraus..

Ich vermisste sie. Sie hatte mir etwas bedeutet.. es tat weh, es tut weh.. ich bin so verletzlich, so erbärmlich schwach.. ich hasse mich dafür und doch ist es die richtige Richtung, nicht wahr?


2.11.15 19:43, kommentieren

Niemals geliebt?

Vielleicht mag es seltsam klingen, aber ich denke, dass ich seit mehreren Jahren nicht mehr empfunden, nicht mehr geliebt habe...

Zurückblickend sind es die Kleinigkeiten, die einem auffallen, hat nicht jeder von uns einen Gegenstand, den man nicht mehr missen, nicht verlieren möchte?
Ein Schmuckstück vielleicht?
Ein Kuscheltier aus der Kindheit?
Ein Kleidungsstück oder noch kleiner einen Stift, der am besten schreibt und den man immer wieder aus der Tasche kramt, egal wie viel weitere man zuvor findet?
Kennt ihr das?

Ich nicht.. Ich erinner mich an Ohrringe von meiner Oma.. die ich fast jeden Tag trug und als sie dann plötzlich wegwaren, war es mir egal.. ich habe einfach aufgehört Ohrringe zu tragen..
Oder an mein Lieblingstshirt, dass ich einer Freundin lieh und es nie wieder bekam, weil wir den Kontakt verloren.. seither habe ich tatsächlich kaum T-shirts getragen..
Als meine erste eigene Kamera kaputt ging und nicht mehr zu retten war.. hörte ich auf zu fotographieren, obwohl ich zuvor jeden zweiten Tag damit hinausfuhr um die Welt damit einzufangen.. es interessierte mich einfach nicht mehr.

Blicke ich unter diesem Gesichtspunkt auf meine Beziehungen zu Menschen zurück, bemerke ich, dass ich dasselbe getan habe..
Es gibt viele Menschen in meiner Ungebung, die mich eine Freundin nennen und die ich Freunde nenne.. Die ich gerne um mich habe.. aber im Endeffekt wäre es mir egal, würden sie einfach verschwinden.
Wahrscheinlich würde ich sowas denken, wie :"Schade, mit der konnte ich herzlich lachen.." oder "hmm.. mit dem konnte ich gut shoppen.." aber Gedanken des Vermissens, kämen nicht auf.. Einfach, weil ich keine Bindung zu Menschen aufbaue.. ich genieße ihre Gesellschaft ohne Frage, höre ihnen zu und helfe ihnen, allerdings ohne sie an mich heranzulassen..

Ich will aufhören damit.. ich will empfinden, ich will lieben.. aber wie tut man das?


2 Kommentare 8.10.15 17:50, kommentieren

Einfach nur schreien..

Ich stehe im Auge des Orkans, des Tornados.. im mich herum wirbelt alles, der Wind reißt an meiner Kleidung, an mir und ich traue mich keinen weiteren Schritt vorwärts und dennoch muss rennen, um im Auge zu bleiben, um nicht in den Sturm zu gelangen..

Soll ich gehen, soll ich stehen bleiben?
Soll ich rennen oder zurückweichen?
Soll ich reden oder schweigen?

Meine Gedanken, schallen viel zu laut in meinem Kopf umher, so laut, dass ich nichts mehr höre. Ich will, dass sie still sind, ich will mich hören und nicht sie!

Weit weg auf ein abgelegens Feld..
Ich will schreien.. einfach nur schreien.. so lange, bis mein Trommelfell platzt und meine Welt in Stille getaucht wird.. so lange, bis meine Stimme versagt.. so lange, bis ich nur noch mich höre...

5.10.15 02:47, kommentieren