Schreiben

"Schreiben ist nur eine Art des Sprechens, bei der man nicht unterbrochen wird.."

                                                     -Jules Renard


Hat nicht ein Jeder von uns geheime Gedanken und Erinnerungen?
Mögen sie auch noch so geheim seien, wollen wir sie manchmal doch irgendwem anvertrauen?

Ich möchte es.. ab und an, wenn ich mit meinem besten Freund irgendwo um Dunkeln sitze oder spaziere, möchte ich ihm all dies erzählen und doch tue ich es nicht, aus Angst vor seiner Reaktion.. nimmt er mich überhaupt ernst? Versteht er mich? Interessiert es ihn überhaupt und wieso sollte ich es ihm erzählen? Was würde es bringen, will ich Aufmerksamkeit, Mitleid? 

Ich denke es kommt daher, dass es Dinge gibt, die ich mich selbst hier nicht zu schreiben wage..einfach weil ich nicht möchte, dass sie außerhalb meines Kopfes existieren. Weil ich Angst habe, sie real vor mir zu sehen, diese Worte.

Ich hatte sie solange verdrängt, diese Erinnerungen, sie waren nicht existent.
Doch seitdem ein Hauch davon zurückgekehrt ist, verschwommen, als würde man durch dicken Nebel auf sich selbst blicken, habe ich Angst. Es gibt viele Tage an denen ich sie verdränge, doch irgendwas erinnert mich immer wieder daran und es wird immer schwerer es als Nachtmahr zu betrachten.

Seitdem ich wieder Schreibe, drücke ich mich davor und versuche es doch immer wieder, ich weiß diesmal unterbricht mich niemand, während ich erzähle.. diesmal wird mich keiner Beschimpfen und Schlagen.. ich kann die Wahrheit sagen ohne zu sie verleumden...

22.8.15 04:47

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