Es hat begonnen



Vielleicht erwarten viele unter diesem Titel etwas Besonderes, Aufregendes..
Ich weiß nicht, ob das Folgene euch dann enttäuschen wird, allerdings für mich ist es das.

Das neue Schuljahr hat begonnen.. Die Schultore haben sich für die lernbegierigen Oberschüler geöffnet, die es schon kaum abwarten konnten, wieder hineinzugelangen oder schlicht und einfach halt wieder hinmussten, weil die Ferien zu Ende sind.

Mittlerweile.. (ach Gott, wie lange ist es her?) ist es für mich dreizehn Jahre her, dass ich als ängstliches und dennoch neugierieges und freudiges Mädchen mit meiner Schultüte vor meiner zukünftigen Grundschule stand und alles super toll fand!
Jetzt beginne ich nach einigen..'Verzögerungen' mein erstes Semester und bin in so gut wie jedem Kurs, die Älteste.. außer in Englisch, M. ist vor längerer Zeit schwanger geworden und beginnt nun ihr Abitur nachzuholen, weil sie es damals verpasste.. ob sie das Selbe Gefühl hat, wie ich? Obwohl ich reichlich an Erfahrungen mit neuen Klassen, Lehrern, Kursen und auch Einzelunterricht hatte.. war es immer wieder eine große Überwindung einen Raum zu betreten von dem ich nur wusste, welches Fach mich erwarten würde..
Jetzt erneut in Kursen lauter fremden Menschen in einem Raum ausgeliefert zu sein und das vorraussichtlich die nächsten vier Semester!?
Klar ist es nicht mehr so wichtig beste Freunde oder eine Clique zu haben, wie in den vorherigen Stufen, allerdings gibt es immer noch ein Wort, dass mir die Nackenhaare zu Berge stehen lässt und mir eine Gänsehaut am ganzen Körper verpasst: Gruppenarbeit! Wie ich es hasse! Plötzlich drehen sich alle irgendwohin weg und man sitzt mutterseelen allein in einem vollgestopften, stickigen Raum, der nach Schweiß und ungewaschenen Füßen riecht.. Am Ende landet man in einer Gruppe, in der lauter komische Menschen mit zuteils sehr seltsamen Macken sitzen und man fragt sich, ob man auch eine solche Macke hat ohne es zu bemerken.. Man denkt, okay bei der oder dem verstehe ich es irgendwie, aber ich? - Ich bin doch ganz nett, oder?

Bisher lief es immer so.. Jetzt, dachte ich mir, dass ändern wir mal.. und siehe da mit einem Lächeln auf den Lippen und einer offenen, hilfsbereiten Art findet man zumindest Menschen mit ähnlichen Macken, denn sind wir mal ehrlich, wir alle haben eine Macke und übrig bleiben nur jene, die ihren MackenPartner, ihr passendes Memoiry- Päärchen in einem anderen Kurs haben.. So auch in Mathe!
Ich muss sagen, dass es mir wirklich geholfen hat meine Einstellung zu ändern, klar rutschte ab und an noch mal ins Unsichere ab, aber ich habs bisher überlebt!

eure Kim


4.9.15 14:00

Letzte Einträge: Von Erinnerungen und Sammlungen, Vom Verlieren und Loslassen

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